USS Arizona Memorial

Das USS Arizona Memorial ist eine sehenswerte Gedenkstätte in Pearl Harbor auf Hawaii die man sich anschauen sollte. Es war der 7. Dezember 1941, als die japanische Kriegsmarine den US – amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii angriff. Gleichzeitig markierte dieses Ereignis den Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den 2. Weltkrieg. 2403 Personen, fast alle Angehörige der amerikanischen Streitkräfte, kamen bei der damals beispiellosen Attacke ums Leben. Allein knapp 1200 davon auf dem Schlachtschiff USS Arizona. Das Schiff, 1916 in den Dienst gestellt, nie in eine Kampfhandlung verwickelt, sank innerhalb von nur neun Minuten und riss die geglaubte Unverwundbarkeit der Amerikaner mit sich in den Pazifik. Gerade wegen dieser symbolischen Wirkung steht die Arizona nicht selten paradigmatisch für den gesamten Angriff auf den Stützpunkt nahe Honolulu – wohl ein Grund für den späteren Bau des Mahnmals. Nur einige Monate nach der Attacke wurde das Wrack durch die Regierung zu einem Kriegsgrab erklärt, was bedeutet, das die Mehrzahl der gestorbenen Matrosen noch immer in einer Tiefe von 12 Metern ruht.

1962 wurde das Denkmal, von dem hawaiianisch – österreichischen Architekten Alfred Preis, geplant und in die Realität umgesetzt. Er ließ über dem gesunkenen Kriegsschiff, dessen Masten bei normalem Wasserstand daraus hinausschauen, einen weißen Ponton anbringen. Seit diesem Jahr zieht die nationale Gedenkstätte, die seit Franklin D. Roosevelt jeder US – Präsident besucht hat, jährlich über eine Million Menschen an. Den Besuchern eröffnen sich beklemmend und informativ die Schrecken, sowie die Realität, des 2. Weltkrieges. Mit dem Pendelboot können Besucher von dem 1980 eröffneten Besucherzentrum zu der Gedenkstätte oberhalb der Arizona gelangen. Die historische Aufarbeitung der tragischen Geschichte und die großen Besucherströme zahlten sich mit der Auszeichnung zur National Historic Landmark im Mai 1989 aus. Damit reiht sich das Mahnmal unter anderem zusammen mit dem Fort Alamo in Texas und der Freiheitsstatue in New York City in eine Reihe ein. Die Architektur arbeitet mit vielen symbolischen Formen und Konstruktionen, die alle einen tieferen Hintergrund haben, als der erste Anblick vermuten ließe. Heute, mehr als 50 Jahre nach der Eröffnung, wirkt das Bauwerk noch immer futuristisch. Es besteht aus drei Hauptbereichen: dem Eingang, dem Versammlungsraum und der Gedenkstätte.

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In die Wände des zentralen Versammlungsraums sind jeweils sieben sechseckige Öffnungen eingelassen, welche an das Datum des Angriffes auf Pearl Harbor erinnern sollen. Bei der Addition dieser „Fenster“ ergibt sich ein Gesamtbetrag von 21, welcher für 21 Salutschüsse oder die 21 Marines, die am Mahnmal wache halten, steht. Auf der Unterseite des Pontons ist eine Öffnung eingelassen, durch die man das alte, schon korrodierte Schiff sehen kann. Noch heute tritt unregelmäßig Öl aus dem Wrack aus, das als die „Tränen der Arizona“ bezeichnet wird. Auf dem tragenden Gerüst über der Arizona finden bis zu 200 Personen Platz. Dieser Raum ist zwischen zwei Spitzen an den beiden Enden überspannt. Die erste Spitze steht für den Stolz und die geglaubte Unverwundbarkeit der Amerikaner vor Beginn des 2. Weltkrieges, der durchhängende Teil für die auf den Angriff folgende Depression. Die darauffolgende Steigung steht für den mit dem Ende des Krieges folgenden, neuen, Einfluss der Amerikaner in der Welt. Die Gedenkstätte kann von Besuchergruppen oder als Einzelperson besucht werden. Rundgeführt wird man von freiwilligen Guides, die einem den historischen Kontext und die Entstehungsgeschichte des Bauwerks erläutern. Idealerweise sollte man sich früh morgens bemühen, ein Ticket zu bekommen, da man ansonsten mit längeren Schlangen im Besucherzentrum rechnen muss.

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