Pacific Tsunami Museum

Das Pacific Tsunami Museum in Hawaii hat es sich zur Aufgabe gemacht, umfassende Aufklärungsarbeit bezüglich der Entstehung und sicheren Handhabung von Tsunamis zu leisten. Gleichzeitig soll es auch der zahlreichen Opfer die Tsunamis in der Region gefordert haben gedenken. Da das Museum in Hilo gelegen ist, einem Ort der von zwei der schwersten Tsunamis in der Geschichte Hawaiis stark betroffen war, kommen hier Geschichte und Bildung gut zusammen. Das Museum beinhaltet einen Nachbau Hilos im Jahre 1946, bevor der damalige Tsunami den Ort verwüstete, dass die Möglichkeit bietet durch Interaktion einen Tsunami durch den Ort jagen zu lassen. Hieran lässt sich erkennen, dass das Museum und die Mitarbeiter sehr bemüht sind, dieses Naturphänomen anschaulich zu machen und die nachfolgenden Generationen vor den verheerenden Wellen zu schützen. Dies ist gerade auf Grund der Unberechenbarkeit von Tsunamis keine leichte Aufgabe, denn lokal entstehende Tsunamis lassen kaum Zeit, angemessen zu reagieren. Nichtsdestotrotz (oder gerade deswegen) werden im Museum keine Mühen gescheut, die Besucher auf den Ernstfall vorzubereiten.

Die Wege auf denen diese Präventionsarbeit geleistet wird sind vielfältig, sie reichen von Karten die potenzielle Krisenregionen markieren zu Verhaltensanleitungen, wenn eine Tsunamiwarnung ausgerufen wird. Diese möglicherweise lebensrettenden Informationen werden in Kursen, Ausstellungen, Schulunterrichtseinheiten und natürlich im Museum selbst vermittelt. Das Hawaiian Pacific Tsunami Museum ist ebenfalls in globalen Initiativen involviert, die Aufklärungsarbeit in anderen Krisenregionen, zum Beispiel in Thailand, leisten. Doch auch das eigentliche Museum hat eine Menge Anreize die zum Besuch einladen: von einer genauen Erklärung der Entstehungsweise eines Tsunamis bis zu ergreifenden Schicksalen von Überlebenden der Katastrophen wird hier mit größtmöglichem Eindruck diese Naturgewalt begreifbar gemacht. Das Archiv des Museums verfügt über eine Vielzahl Bildern, Videomaterial, Interviews mit Überlebenden und Karten, die Krisenregionen und Verläufe von Tsunamis dokumentieren.

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Besonders die Geschichte von Hilo und der Einfluss, den die Tsunamis auf den Ort hatten, wird hier lebhaft nachgezeichnet. Dasselbe gilt für das Leben auf Hawaii an sich. In das Museum gelangt man als Tourist zum Preis von 8 US-Dollar (ermäßigt 7) pro Person. Ebenso ist es möglich geführte Touren zu buchen. Das Museum ist stets bemüht auf dem aktuellsten Stand zu bleiben bezüglich der Tsunamiforschung und lokalen wie angereisten Interessierten Lehrgänge über die Frühwarnzeichen, die Entstehung und das korrekte Verhalten während eines Tsunamis näher zu bringen. Das alte Bankgebäude mag von außen zwar nicht den schönsten Eindruck machen, aber die Professionalität und der Informationsgehalt der darin geboten wird macht dies mehr als wett, nicht zuletzt durch Relikte die von Überlebenden gespendet wurden, die lebhaftes Anschaauungsmaterial des Zerstörungspotenzials eines Tsunamis bieten. Da Tsunamis ihrer Natur nach sehr schnell sehr gefährlich werden können, obwohl die Küste und das meer recht ruhigen Eindruck vermittelt, sind diese Informationen besonders wertvoll, insbesondere für Touristen die häufiger ihre Zeit in betroffenen Regionen verbringen. Zu guter Letzt hilft jeder Besuch dem Museum und der Tsunamiforschung, der Prävention und Aufklärung. Somit sollte man schon aus humanitären Gründen, wenn man die Gelegenheit hat, einen Besuch zumindest in Erwägung ziehen. Lohnen tut er sich allemal, denn für den Ernstfall gewappnet sein ist nie verkehrt.

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