Lyman House Memorial Museum

Das Lyman House Memorial Museum, auch kurz Lyman Museum genannt, befindet sich auf der hawaiianischen Insel Big Island. Das Naturhistorische Museum wurde im Jahr 1931 im ehemaligen Missionshaus der Familie Lyman eingerichtet. Das Missionshaus selbst wurde 1838 teilweise aus lokalen Harthölzern erbaut. Heute ist das Haus nicht nur das älteste erhaltene Holzgebäude auf den hawaiianischen Inseln, sondern es zählt auch zu den ältesten erhaltenen Gebäuden überhaupt in den gesamten Vereinigten Staaten. In den 1960er Jahren wurde ein Großteil der Sammlung in ein moderneres Gebäude übertragen, dass in der Nähe des alten Missionshauses errichtet wurde. Nur so sah man sich in der Lage, die rasch anwachsende Sammlung der naturwissenschaftlichen Exponate noch adäquat unterzubringen. Der Neubau des Museums wurde unter der Regie des Architekten Wladimir Ossipoff ausgeführt. Am 24. März 1978 wurde das Museum in das National Register of Historic Places aufgenommen und seit 2002 ist ein Bestandteil des Smithsonian Instituts.

Die Vorgeschichte des Gebäudes beginnt im Jahr 1832, als sich der Missionar David Beiden Lyman zusammen mit seiner Frau Sarah Joiner Lyman aufmachte, die lange und damals beschwerliche Reise von New England ins ferne Hawaii anzutreten. Dabei lag ihre eigene Hochzeit erst 24 Tage zurück, als sie die sechs monatige Reise starteten. Vom American Board of Commissioners for Foreign Missions hatten sie den Auftrag bekommen, in Hawaii eine Mission zu errichten. Auf Hawaii angekommen, bauten sie das Missionsgebäude ganz im Stil New Englands. Es war zur seiner Zeit das erste Haus, dass neben einer ganzen Reihe von anderen Häusern, in diesem Baustil errichtet wurde. Die eigentliche Missionsschule wurde in unmittelbarer Nähe zum Missionshaus erbaut, dass zur Unterrichtung junger hawaiianischer Männer diente. In Zeit zwischen 1854 und 1859 wurde der Missionskomplex durch den Bau der Hailli Church, gegenüber des Missionshauses auf der anderen Straßenseite, erweitert. Die prominentesten Gäste, die die Lymans besuchten, waren Mark Twain und die englische Reiseschriftstellerin Isabella Bird (spätere Bishop).

Als im Jahr 1931 die Gebäude als Mission nicht mehr genutzt wurden, gründete der Enkel der Lymans, Orlando Hammond Lyman, im selben Jahr das Museum. Neben der original Einrichtung des Missionshauses aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts, zeigen viele Exponate das Leben auf Hilo im ausgehenden 18. Jahrhundert. Hierbei reicht die geschichtliche Spannbreite von der hawaiianischen Kultur bis hin zu den Hinterlassenschaften der Einwanderer im 19. und 20. Jahrhundert. Letztere war vor allem geprägt durch die Bewirtschaftung riesiger Zuckerrohrplantagen. Neben antiken Möbelstücken, zeigt das Museum eine große Auswahl an asiatischer Kunst, Keramik und Glaswaren. Des Weiteren ist das Lyman Museum für seine große Sammlung an Mineralien und Muscheln bekannt. Die umfangreiche Sammlung wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts zusammengetragen und im Jahr 1974 abgeschlossen.

hawaii

In Zusammenarbeit mit dem Smithsonian Institut zeigen die erdgeschichtlichen Ausstellungsstücke, dass Wirken der Vulkane auf Hawaii sowie die Entstehung der großen hawaiianischen Inseln. Im Jahr 1981 betrug die Anzahl der Mineralogische Sammlung rund 20.000 Proben, wovon nur rund 5.000 Exemplare der Öffentlichkeit gezeigt werden. Das Mineral Orlymanite ist zu Ehren nach Orlando Hammond Lyman benannt, wobei die Entdeckung und die erste wissenschaftliche Beschreibung durch Joel Bartsch erfolgte. Durch den Besuch des Lyman Museums, erhält der Besucher einen ersten Einblick in die Geologie und Geschichte der Inseln von Hawaii und deren Bewohner.

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