Kahului

Wer auf der hawaiischen Insel Maui landet und mit dem Flugzeug von Honolulu gekommen ist, der befindet sich auf dem Territorium der Stadt Kahului. Sie liegt am Fuße des mächtigen erloschenen Vulkans Haleakala und zählt nicht unbedingt zu den touristischen Highlights Mauis. Die meisten Besucher kennen nur den Maui Tropical Botanical Garden in der Nähe von Kahului oder sie fahren direkt vom Airport zu den Hotels an der Westküste. Kahului ist von zahlreichen Zuckerrohrplantagen umgeben und während der Erntezeit wabern oft große Rauchwolken durch die Ebene im Zentralland von Maui. Dann wird der Zucker gebrannt und der Regen aus Asche wird von den Bewohnern scherzhaft „Hawaiian Snow“ (hawaiischer Schnee) genannt. Kahului und die unmittelbare Nachbarstadt Wailuku sind so etwas wie der wirtschaftliche Ballungsraum der Insel. Kahului verfügt sogar über zwei „Häfen“: Über den internationalen Flughafen und über einen kleinen Seehafen. In der Stadt hat sich Industrie angesiedelt und mehrere Shopping-Malls, die von Einwohnern und Gästen gleichermaßen stark frequentiert werden.

Wailuku ist in den vergangenen Jahren mit Kahului verwachsen. Im Grenzbereich der beiden Städte weiß kaum jemand genau, wo die Grenzen verlaufen. Wailuku am Osthang der West Maui Mountains hat Kahului eines voraus – hier ist die Inselverwaltung zu Hause. Und Wailuku ist zu durchfahren, wenn das malerische Iao Valley oder das Waikapu Valles mit den gepflegten Obstplantagen die Ausflugsziele sind. Dagegen wartet Kahului mit einer anderen Attraktion auf – mit dem sehenswerten Vogelschutzgebiet um den einstigen königlichen Fischteich. Nur hier können die Besucher den seltenen hawaiischen Stelzenläufer bewundern. Nicht nur für Ornithologen ist die Kanaha Pond Wildlife Sanctuary eine interessante Region. Wer sich hingegen für Land und Leute und für die Geschichte der Insel interessiert, der sollte sich das Alexander & Baldwin Sugar Museum nicht entgehen lassen. Die Firma gleichen Namens ist eine der fünf großen Konzerne Hawaiis, die sich dem Zuckergeschäft verschrieben hat. Und dies schon seit Generationen. Das Museum ist in Puunene, einem Vorort von Kahului, zu finden und vermittelt die Historie des Zuckerrohranbaus auf Maui. Hier erfährt man alles über Anbau und Verarbeitung des Rohrs.

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In der Geschichte des Zuckerrohrs auf Maui spielte ein deutscher Einwanderer namens Claus Spreckels eine große Rolle, denn der stand im Mittelpunkt einer Jahre währenden Auseinandersetzung zwischen den Firmeneigentümern Henry Baldwyn und Samuel Alexander um die Wasserrechte. In dem Museum berichten Fotografien und überlieferte Gegenstände von der Entwicklung der Produktion. Kulturinteressierte wird es ins Maui Community Art and Cultural Center ziehen, während der Maui Zoological and Botanical Garden die Kinder zu den dort lebenden kleinen und großen Tieren lockt. Der Garten an der Kaahumanu Avenue ist ein Eldorado für Botaniker. Wer vor den eher gesichtslosen Shopping-Centren von Kahului steht, der vermutet nicht, dass sich hinter den grauen Mauern erstklassige Cafés und Restaurants befinden. Die Zwiebelsuppe in CD Rush’s Cafee im Kaahumani Shopping Center ist seit langer Zeit unter den Einwohnern ein Begriff. In der Maui Mall sind die Delikatessen bei Sir Wilfred’s der kulinarische Höhepunkt. Hier sollte man die Quiches, den Käsekuchen oder den schmackhaften Basilikum-Nudel-Salat testen. Oder nur eine Tasse Capuccino zum Croissant.

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