Hawaii Entstehung

Die Entstehung von Hawaii geht auf vulkanischen Ursprungs zurück. Der Mensch existiert im Vergleich zu den brutalen Äonen der Entstehungsgeschichte unseres blauen Planeten erst für eine gering schwindende Zeit. Jeden Tag geht er zur Arbeit, hängt mit Freunden ab und genießt seinen friedlichen Feierabend. Viel zu oft verdrängt er die Gefahren, die im Inneren lauert und nur auf eine Gelegenheit warten, um auszubrechen. An der Grenze zur Erdkruste tobt das Biest. Brodelt, faucht. Sucht seinen Weg nach oben, um mit Gewalt durch die Erdkruste zu brechen und sich wie ein Teekessel Luft zumachen. Vulkane umspannen unseren gesamten Heimatplaneten wie ein gigantisches Spinnennetz. Sie präsentieren sich verschiedenen Formen und Größen, als Schicht- und Kegelvulkane, wie der aktive und gefährliche St. Mount Helens im Bundesstaat Washington. Die Inselgruppe Hawaii ist der fünfzigste Bundesstaat der Vereinten Staaten von America und besteht, abgesehen von seinen Korallenriffe, aus rund neunzig größeren Inseln, die ihren Ursprung in der Tiefe des Pazifischen Ozeans haben und sich wie eine riesige Perlenkette in den riesigen Weiten aneinander reihen. Diese Schildvulkane erhielten ihren Namen von den Panzern der Schildkröten.

Ihre Entstehung. Tief unten auf dem Meeresboden. Dort produziert ein „Hot Spot“ unaufhörlich Lava, presst sie nach oben und lässt die Inseln wachsen. Diese Unterwasservulkane sind die Größten der Welt. Ihr König: der Mauna Kea, der von Kopf bis Fuß 10.205 Meter misst und den Mount Everest mit seinen 8850 Meter von seinem Platz verdängt. Die Kettenbildung der hawaiianischen Unterwasserberge wird als Emperer-Seamounts bezeichnet und rührt auf eine Driftänderung der pazifischen Kontinentalplatte vor 40 Millionen Jahren her. Vor 70-80 Millionen Jahren brach Lava im Bereich der heutigen hawaiianischen Inseln durch die sehr dünne Erdkruste auf dem Meeresboden. Dort bildete sich dieser ortsfesten „Hot Spot“, aus dem seit jener Zeit unaufhörlich Magmablasen, auch „Plumes“ genannt, aus einer Tiefe von 2900 Kilometer Tiefe durch einen Schlund im Erdmantel nach oben stößt, mit der Erdkruste verschmilzt und diese Vulkane wachsen lässt. Diese Theorie des „Hot Spots“ entwickelte 1963 erstmals der Geophysiker und Geologe John Tuzo Wilson (1908-1993).

hawaii

Anders als bei der Seafloor spreading, der Ozeanspreizung, dem seitlichen Auseinanderneigen des Ozeanbodens, welches ein Teilprozess der Mantelkonvektion ist, liegt der hawaiianische Spot unterhalb der pazifischen Platte. Er erzeugt wie ein Teigschaber mit der Geschwindigkeit von 8-10 Zentimeter pro Jahr in seiner Aufwärtsbewegung aktive Schildvulkane, und somit auch neue Inseln, die, wenn sie weit genug vom „Hot Spot“ und seinen Plumes entfernt sind. Sie erlöschen und erhalten keine Nahrung mehr in den erkalteten Kammern. Die Insel Hawaii, auch „Big Island“ genannt, ist die Größte der Inseln und verbirgt in ihrem Inneren fünf jener Vulkane, wobei der Kilauea der aktivste Vulkan Hawaiis und der Welt ist. Schier unaufhaltsam wälzt sich die Lava aus seinem Inneren und formt die Insel stetig um. Einen tiefen Einblick liefert der Volcanoes Nationalpark auf dem Crater Rim Drive und präsentiert die gesamte Energie des Vulkans. „Big Island“ formt und wächst weiter. Verändert ihr Aussehen, denn die Nahrung des Spots ist unerschöpflich. Irgendwann in 50.000 Jahren ist es soweit. Der neue Loihi durchbricht die Meeresoberfläche und vereinig sich mit der Insel Hawaii.

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