Bernice P. Bishop Museum

Das Bernice P. Bishop Museum Hawaii liegt auf der Insel O’ahu im historischen Viertel der Hauptstadt Honolulu. Es wurde im Jahr 1889 von Charles Reed Bishop gegründet. Er widmete es seiner verstorbenen Gattin, der Prinzessin Bernice Pauahi Paki. Sie war die Tochter des letzten hawaiischen Königs Kamahameha I. Noch heute befindet sich ein kleiner Teil des Museums in dem Haus, in dem sich ehemals eine Sammlung von Familienerbstücken und hawaiischen Objekten befand, die Bernice ihrem Mann hinterließ. Heute beherbergt das Bernice P. Bishop Museum unter anderem die größte Sammlung polynesischer Artefacte und eine riesige Schmetterlingssammlung, die mehr als 13,5 Millionen Exemplare umfasst. Sie ist die achtgrößte etymologische Sammlung der Welt. Das Museum wurde auf dem Campus der ehemaligen Knabenschule Kamahamea gebaut, in der Prinzessin Bernice hawaiischen Jungen eine kostenlose Schulausbildung ermöglichte. Ihr Witwer Charles Reed Bishop, ein erfolgreicher Banker, ließ die Hawaiian Hall und die Polynesian Hall auf dem Schulgelände im neo-romanischen Stil, dem sogenannten Richardsonian Stil erbauen. Beide waren und sind eine Zierde Honolulus und zählten einst zu den schönsten Gebäuden der Stadt. In der Hawaiian Hall befindet sich das komplette Skelett eines riesigen Pottwals, geschickt verkleidet und sehr lebensecht.

Außerdem werden im Gebäude die Insignien der hawaiischen Könige, wie Krone, Zepter, Juwelen und verschiedene Strücke von altem Häuptlingsschmuck aufbewahrt. Im Jahr 1940 zog die Kamahamea- School auf ihren neuen Campus in Kapalama um und ein Teil des alten Schulgebäudes, die Bishop Hall wurde nun ebenfalls dem Museum angegliedert. Außerdem wurden in den nächsten Jahrzehnten mehrere neue museale Einrichtungen erbaut. In den 1980 er Jahren hatte sich das Bernice P. Bishop Museum zum größten Museum für Naturgeschichte und Kunstgeschichte in ganz Polynesien entwickelt. 1988 wurde mit dem Bau des Castle Memorial Buildings begonnen, das nach 2 Jahren Bauzeit vollendet wurde. Es dient in erster Linie Wanderausstellungen aus aller Welt. Im Jahr 2005 eröffnete das Richard T. Mamiya Science Adventure Center. Es wurde als Lernzentrum für Kinder konzipiert und zeigt viele interaktive Exponate mit dem Schwerpunkt auf Meereswissenschaften und Vulkanologie.

honolulu

Im Museum befindet sich außerdem eine sehr interessante Bibliothek. Sie beinhaltet eine der umfangreichsten Sammlungen von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, aber auch Manuskripten, Fotografien, Karten und Tonträgern, die sich mit Hawaii und dem gesamten Pazifik-Raum befassen. Die Büchersammlung allein umfasst mehr als 50.000 Bände. Es finden sich hier aber auch ganz persönliche Papiere der Familie der Prinzessin Bernice, wie Tagebücher, Familienurkunden, genealologische Aufzeichnungen und ähnliches. Ebenfalls zum Museum gehört das Jhamandas Watumull Planetarium, das älteste Planetarium Polynesiens und eine umfangreiche Bildungs- und Forschungseinrichtung der astronomischen Wissenschaften. Es wurde im Jahr 2012 komplett renoviert und bietet eine tolle realistische Nachbildung des Nachthimmels. Mit dem Digistar full-Dome-video-System ist es möglich, durch die Ringe des Saturn oder in die Tiefen des Orionnebels einzutauchen. Eingebettet in eine großartige Parklandschaft ist das gesamte Areal des Museums auch von außen betrachtet, ein wirklicher Genuss. Das Bernice P. Bishop Museum ist mit öffentlichen Buslinien gut zu erreichen Es befindet sich in 1525 Bernice Street, Honolulu Hawaii und ist täglich außer Dienstags von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

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